Im Effnerheim Pflegeplätze retten!

18.02.14 17:50 Manfred Krönauer

Im Effnerheim Pflegeplätze retten!

…wie plötzlich alle für die Pflegeplätze waren…

 

Es ist schon erstaunlich, wie sich plötzlich die CSU, die SPD und die Grünen angeblich um das Effnerheim und die Pflegeplätze dort kümmern wollen. Herr Siegfried Benker (Grüne) und Geschäftsführer der Münchenstift gGmbH hatte dem Aufsichtsrat unter Vorsitz der Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) vorgeschlagen, die Pflegeplätze aus wirtschaftlichen Gründen abzubauen. Dies teilte das Mitglied im Aufsichtsrat, Herr Stadtrat Marian Offman (CSU) dem Bezirksausschuss in öffentlicher Sitzung mit. Die Mitglieder des Aufsichtsrats, darunter auch der besagte CSU-Stadtrat Offman hatten dem Vorschlag des Herrn Benker zugestimmt.

Nachdem aber nun die Reduzierung der Pflegeplätze öffentlich bekannt wurde, waren der Aufschrei und die Betroffenheit groß. Weder die Geschäftsleitung noch der Aufsichtsrat hatten sich offensichtlich in ausreichendem Maße mit den Zahlen und Fakten des Effnerheims befasst, geschweige denn die Verhältnisse vor Ort und Hintergrundinformationen abgerufen. Ein Aufsichtsrat ist aber gerade dazu da, die Geschäftsleitung zu beraten und zu kontrollieren. Diese Aufgaben hat er sträflich vernachlässigt.

FDP-Stadträte sind leider im Aufsichtsrat der Münchenstift gGmbH nicht vertreten. Wir Liberale im Bezirksausschuss haben uns vehement für die Beibehaltung der Pflegeplätze ausgesprochen und das Dilemma konkret benannt. Es geht nicht um wirtschaftlich tragbar oder sinnvoll, es geht um die Versorgung pflegebedürftiger Menschen vor Ort und die Bereitstellung von ausreichend Pflegeplätzen, die mit qualifizierten Pflegekräften zu besetzen sind. Herr Benker hat es leider nicht geschafft, die letzten fünf Jahre zu nutzen, um ausreichend Pflegepersonal nach München zu holen. Er hat es auch nicht geschafft, die Arbeits- und Wohnbedingungen für Pflegekräfte zu verbessern.

Herr Benker wurde gefragt, ob er Pflege könne – ich bin der Auffassung, er hat bewiesen, dass er es nicht kann. Er wird vermutlich daraus keine Schlüsse ziehen, seine Verantwortung nicht wahrnehmen und seinen Hut nicht nehmen – aber die Wählerinnen und Wähler haben am 16. März Gelegenheit ihr Kreuz an der richtigen Stelle zu machen und auch über solche Vorkommnisse abzustimmen - dafür ist die Kommunalwahl auch da.

 

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