Ausführliches Interview: Positionsbestimmung

09.10.18 14:39 Manfred Krönauer

FDP-Landtagskandidat Manfred Krönauer: Person und Positionen

Wir waren im Gespräch mit dem Münchner FDP-Landtagskandidaten Manfred Krönauer, der im Stimmkreis 107 München-Ramersdorf und auf Platz 23 der FDP-Liste Oberbayern kandidiert.

Dürfen wir etwas mehr über Sie als Person erfahren?

Krönauer: „Sehr gern - ich wurde am 3. Oktober 44 Jahre alt, bin ledig und arbeite in München als Steuerberater und Betriebsrat bei der Allianz SE. Wenn es die Zeit erlaubt gehe ich gern ins Fitness-Studio, jogge oder bin mit dem Fahrrad an der Isar unterwegs. Ich engagiere mich bei verschiedenen Vereinen und einer Stiftung, die Unterricht in Wirtschafts- und Finanzthemen an die Schulen bringt.“

Welche Koalition strebt die FDP nach einem Einzug ins Maximilianeum an?

Krönauer: „Die FDP schließt Koalitionen mit den politischen Rändern (AfD und Linke) aus. Wir haben nie einen Zweifel an unserer Präferenz für eine bürgerliche Regierung gelassen. Die CSU schweigt sich zum Thema Koalitionen komplett aus. Wer CSU wählt, kann am Ende Schwarz-Grün bekommen. Wer das nicht will, sollte FDP wählen.“

Was sind die Prioritäten der FDP in der Bildung?

Krönauer: „Mehr frühkindliche Bildung, Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz und individuelle Förderung durch zusätzliche Lehrer sowie Betreuungsschlüssel in Kinderkrippen und Kindergärten verbessern und für flexiblere Öffnungszeiten sorgen. Langfristig soll der Besuch einer KiTa kostenlos sein. Den Schulen und Hochschulen wollen wir mehr Möglichkeiten geben, eigenverantwortlich über Personal, Finanzen und Methoden zu entscheiden.“

Haben Sie auch Pläne für die digitale Infrastruktur?

Krönauer: „Schnelles Internet muss in Bayern endlich Standard werden. Wir wollen deshalb den flächendeckenden, gigabitfähigen Glasfaserausbau bis zur Haustüre auch im ländlichen Raum.“ Wie soll der Wohnraummangel zu bekämpfen? Krönauer: „Bauen muss effizienter und billiger werden. Wir wollen die Landesbauordnungen harmonisieren und kostentreibende Auflagen abschaffen. Wir müssen in München Baulücken schließen, dort wo es geht, höher bauen und sogenannten Garagenfriedhöfe überbauen, deshalb fordern wir ein Baulücken- und Potentialflächenkataster. Nicht benötigte Grundstücke und Liegenschaften soll der Staat zu Wohnquartieren entwickeln.“ Was wollen Sie in der Medizin und bei der Pflege verändern? Krönauer: „Die ambulante Pflegeversorgung wollen wir ausbauen, um so eine möglichst lange Pflege zu Hause zu gewährleisten. Wir wollen sanierungsbedürftige Krankenhäuser modellhaft zu ambulante Schwerpunktversorgungszentren umbauen, die auch eine Notfallversorgung weiter garantiert. Eine gute und erreichbare Geburtshilfe muss Teil der existentiellen Grundversorgung sein.“

Und was kann die Polizei von der FDP Bayern erwarten?

Krönauer: „Nicht immer schärfere Gesetze und immer tiefere Eingriffe in die Bürgerrechte schaffen Sicherheit, sondern eine personell und technisch gut ausgerüstete Polizei. Deshalb wollen wir unsere Beamten von Überstunden entlasten und insbesondere Inspektionen im ländlichen Raum besser ausstatten. Wirkungslose PR-Gags wie die bayerische Grenzpolizei, die Beamte aus regulären Dienststellen abzieht, lehnen wir ab.“

Fällt das Ladenschlussgesetz?

Krönauer: „Bayern braucht endlich ein zeitgemäßes, liberales Ladenöffnungsgesetz, wie es die meisten Bundesländer schon lange haben. Die Öffnungszeiten sollen sich nach den Kunden richten, nicht nach der Politik. Die Regelungen zur Höchstarbeitszeit bleiben aber unverändert, so dass sich an der Wochenarbeitszeit für die Beschäftigten dadurch nichts ändern wird.“

 

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